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Nachruf schreiben

Vielen Menschen ist es wichtig, dass man sich an sie erinnert. Auch wenn sie schon tot sind, soll man an sie denken und sie in liebevoller Erinnerung behalten. Es kann sein, dass einem der Abschied von einem/einer Verstorbenen leichter fällt, wenn man sich noch einmal ganz bewusst an ihn/sie erinnert und ihn/sie mit einem Nachruf würdigt und ehrt. Darin werden seine/ihre Lebensstationen und Verdienste noch einmal angesprochen und seine/ihre liebenswerten Eigenschaften ganz bewusst in Erinnerung gerufen.

Der Inhalt eines Nachrufs

Wenn man einen Nachruf schreiben möchte, ist es hilfreich, sich an ein paar bewährte Regeln zu halten. So kann man sichergehen, dass der Nachruf auch seinen Zweck – die Würdigung des/der Verstorbenen – erfüllt.

Informationen zum Lebensweg:
Ein Nachruf enthält üblicherweise Informationen zum Lebensweg des/der Verstorbenen. Gemeint sind die wichtigsten Stationen seines/ihres Lebens von der Geburt bis zum Tod, die sowohl berufliche, als auch persönlich wichtige Meilensteine umfassen. Ein Engagement ausserhalb des Berufs oder Privatlebens, zum Beispiel in einem Verein oder einer Organisation, ist sicher ebenfalls erwähnenswert.

Würdigung des Verstorbenen:
In diesem Teil des Nachrufs wird noch einmal auf die Persönlichkeit des/der Verstorbenen eingegangen, und die Eigenschaften werden hervorgehoben, die ihn/sie zu einem geschätzten und geliebten Mitglied der Gemeinschaft gemacht haben. Man schildert, wie dieser Mensch das Leben all jener bereichert hat, die ihn gekannt haben, und welche Lücke er hinterlassen wird.

Anekdoten aus dem Leben:
Besonders lebendig wird die Erinnerung, wenn man ein paar ausgewählte Anekdoten anbringt, in denen die charakteristischen Eigenarten des/der Vestorbenen besonders deutlich schillern. Die Beispiele dürfen durchaus etwas humorig sein, denn gerade auch die schönen oder lustigen Erinnerungen gehören dazu. So kann ein kleines Lächeln unter Tränen die Wertschätzung nochmals lebendig werden lassen.

Kurzer Ausblick in die Zukunft:
Am Ende kann man noch einmal ansprechen, dass man den/die Verstorbene(n) in liebevoller Erinnerung behalten wird.

Der Nachruf kann in gedruckter Form veröffentlicht werden – dies ist bei berühmten Persönlichkeiten der Fall, deren Nachruf in den Zeitungen erscheint. Allerdings bietet heutzutage das Internet jedem Bürger die Möglichkeit, einen Nachruf zu verbreiten, der auf entsprechenden Portalen online gestellt wird.

Möchte man den Nachruf mündlich vortragen, sollte man ihn trotzdem schriftlich festhalten. Er stellt meistens die Trauerrede bei der Abdankungsfeier dar, die meistens von einem Geistlichen oder einem weltlichen Trauerredner gehalten wird. Dabei ist es wichtig, dass die Person, die den Nachruf verfasst, gründlich vorbereitet wird, indem man äussert, was man darin gerne erwähnt haben möchte. Da der Trauerredner oder der Geistliche den verstorbenen Menschen selbst vielleicht gar nicht oder nicht gut gekannt hat, ist er auf die Informationen der Familie angewiesen.