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Sonderurlaub im Todesfall

Jeder Todesfall stellt für die Angehörigen und Freunde, die diesem Menschen verbunden waren, einen Schock dar und löst Trauer und Schmerz aus. Die seelische Belastung ist gross, man muss sich erst damit auseinandersetzen, dass das Leben nun ohne diesen Menschen weitergehen muss.

Für die Angehörigen kommen neben den emotionalen Belastungen auch handfeste Probleme hinzu. Denn oft trifft sie der Todesfall unvorbereitet, mitten in vielleicht beruflich oder familiär hektischen Phasen. Behördengänge sowie die Organisation von Bestattung und Trauerfeier erfordern Zeit, Kraft und Konzentration – und dies alles muss innert eines kurzen Zeitraumes erledigt werden. 

Die gesetzliche Regelung zum Sonderurlaub im Todesfall

Im Arbeitsrecht ist geregelt, dass einem Arbeitnehmer in bestimmten Fällen Kurzabsenzen zustehen, die er für die Wahrnehmung bestimmter Aktivitäten nutzen kann. Dies ist der Fall bei einer Heirat, einem Umzug und auch bei einem Todesfall. Der Sonderurlaub bedeutet, dass der Arbeitnehmer bei Fortzahlung der Bezüge einige Zeit der Arbeit fernbleiben darf. Dieser Urlaub muss schriftlich (!) rechtzeitig beantragt und genehmigt werden. Bleibt man der Arbeit aufgrund des Todesfalles unentschuldigt fern, kann dies die Kündigung zur Folge haben. 

Der Antrag darf seitens des Arbeitgebers nicht abgelehnt werden; die Dauer des Sonderurlaubes ist allerdings im Gesetz nicht genau festgelegt. Daher ist die konkrete Dauer des Sonderurlaubs im Todesfall normalerweise in den Regelungen des Arbeitsvertrages des Unternehmens festgelegt oder kann bei der Betriebspersonaladministration erfragt werden. In der Regel liegt er zwischen einem und drei Tagen. Der Sonderurlaub im Todesfall steht nur den engsten Familienangehörigen zu. Dazu zählen (Ehe-)Partner, Eltern, Kinder, Grosseltern und Schwiegereltern.